Apherese

Die gezielte Entfernung pathogener Substanzen aus der Blutflüssigkeit (Plasma) nennt man Apherese. Hierbei wird das Blut des Patienten im ersten Schritt in Blutzellen und Plasma aufgetrennt. Das Plasma wird dann entweder verworfen und durch eiweißhaltige Ersatzlösungen ersetzt (Plasmaaustausch) oder durch spezifische selektive Filtrations- oder Adsorptionsverfahren von pathogenen Substanzen befreit. Das so gereinigte Plasma wird dem Patienten anschließend zusammen mit den zuvor abgetrennten Blutzellen zurückgegeben.

Durch die einmalige oder wiederholte Elimination der Pathogene mit den damit induzierten Umverteilungsprozessen in den Körperkompartimenten kann sowohl ein rascher symptomatischer als auch ein anhaltender modulierender Therapieeffekt erzielt werden. Die Apheresetherapie kommt bei den meisten Indikationen erst als Bestandteil eines eskalierenden oder kombinierten Therapieregimes zur Anwendung. Beim Plasmaaustausch wird das Plasma von den Blutzellen getrennt, verworfen und unter Verwendung von Fremd-Plasma-Produkten substituiert. Angesichts der circa 3.000 menschlichen Plasmaproteine, des Nebenwirkungspotenzials und der minderen funktionellen Qualität von Plasmaprodukten ist dieser Ansatz prinzipiell unbefriedigend. Die selektiven Verfahren der therapeutischen Apherese sind methodisch ausgereift, in der Praxis etabliert und im Falle gleicher Wirksamkeit zu bevorzugen.




Apherese-Behandlung mit peripherem Gefäßzugang.


Für weitere Informationen
zum Thema Apherese-Therapieverfahren wenden Sie sich gerne an das Apherese ForschungsInstitut.


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